Es gibt Auszeichnungen, die sich wie ein schöner Meilenstein anfühlen. Und es gibt jene, die etwas sichtbar machen, das ein Unternehmen von Beginn an antreibt. Für uns als MatheArena gehört das „Verified Social Enterprise“ (VSE) Label eindeutig zur zweiten Kategorie. Wir wurden am 8. Mai 2026 vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) offiziell als Verified Social Enterprise ausgezeichnet. Überreicht wurde die Auszeichnung von Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister, gemeinsam mit zahlreichen weiteren Social Enterprises aus ganz Österreich.

Mit dem Verified Social Enterprise-Label wurde in Österreich erstmals eine offizielle Möglichkeit geschaffen, Unternehmen mit gesellschaftlicher Wirkung sichtbar zu machen. Denn bislang gab es zwar viele Unternehmen, die soziale oder ökologische Ziele verfolgen, aber keine offiziell gültige Kennzeichnung dafür. Das VSE-Label ändert das: Organisationen, die nachweislich gesellschaftliche Wirkung ins Zentrum ihres Geschäftsmodells stellen, können sich zertifizieren lassen und dürfen sich als „Verified Social Enterprise“ öffentlich ausweisen.
Die Anforderungen dafür sind klar definiert: Unternehmen müssen ihre Wirkung nachvollziehbar dokumentieren, einen öffentlichen Wirkungsbericht vorlegen und zeigen, wie gesellschaftlicher Impact konkret im Geschäftsmodell verankert ist. Die Prüfung erfolgt durch ein unabhängiges Impact Board und ist 3 Jahre lang gültig.
Im Zentrum steht dabei ein Gedanke, der uns immer schon besonders wichtig ist: „Impact First“.
Das bedeutet nicht, dass wirtschaftlicher Erfolg unwichtig wäre. Im Gegenteil. Social Enterprises müssen wirtschaftlich tragfähig sein, um langfristig Wirkung entfalten zu können. Der Unterschied liegt in der Priorität: Gewinn ist nicht das zentrale Ziel, sondern ein Mittel, um gesellschaftliche Wirkung nachhaltig finanzieren und skalieren zu können.

Warum das Thema Bildung für uns ein gesellschaftlicher Auftrag ist:
Viele Jugendliche verlieren schon früh das Vertrauen in ihre mathematischen Fähigkeiten. Nicht, weil sie das Fach grundsätzlich nicht verstehen könnten, sondern weil Lernen oft mit Druck, Frust oder Angst verbunden ist. Irgendwann entsteht das Gefühl: „Ich kann das einfach nicht.“
Genau dort setzt MatheArena an. Denn wir haben unser Projekt nicht gestartet, um einfach nur eine weitere Lern-App zu entwickeln. Uns ging es von Anfang an um etwas anderes: Jugendlichen zu zeigen, dass Mathematik lernen auch Freude machen kann.
Dafür setzen wir auf adaptive Lernwege, gezielte Fragestellungen, unmittelbares Feedback und motivierende Lernerlebnisse. Bildungsgerechtigkeit heißt für uns: Wie schaffen wir leicht zugängliche Lernangebote, die möglichst Vielen echte Chancen eröffnen?
Was bei der Verleihung ebenfalls spürbar wurde: Das Thema Social Entrepreneurship erreicht in Österreich endlich Sichtbarkeit.
Immer mehr Unternehmen verbinden wirtschaftliches Denken wieder mit gesellschaftlicher Verantwortung. Das VSE-Label schafft dafür erstmals einen gemeinsamen Rahmen und macht sichtbar, welche Organisationen diesen Anspruch glaubwürdig verfolgen.
Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es Unternehmen, die Innovation nicht nur daran messen, wie monetär profitabel sie ist, sondern auch daran, welchen Beitrag sie für Menschen und Gesellschaft leisten kann. Wir machen die Erfahrung, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlicher Impact kein Widerspruch sind. Die spannendsten Innovationen entstehen oft genau dort, wo beides zusammengedacht wird.

Fotos: MatheArena, Rauchecker, Lusser
